Baustelleneinrichtung in Eigenregie: So sichern Sie Schutz, Ordnung und Entsorgung richtig

Jan 6, 2026

Baustelleneinrichtung in Eigenregie: So sichern Sie Schutz, Ordnung und Entsorgung richtig

Baustelleneinrichtung in Eigenregie: So sichern Sie Schutz, Ordnung und Entsorgung richtig

Wenn du dein Haus selbst baust, sparest du Geld - aber nur, wenn du alles richtig machst. Viele Eigenheimbauer unterschätzen, wie komplex eine Baustelleneinrichtung ist. Es geht nicht nur darum, einen Container hinzustellen und einen Bauzaun aufzuziehen. Es geht um Schutz, Ordnung und Entsorgung - und das alles nach Gesetz. Wer das ignoriert, riskiert nicht nur Bußgelder bis zu 25.000 Euro, sondern auch einen Baustopp, Verzögerungen von Wochen und unnötige Kosten. Die Baustelleneinrichtung in Eigenregie ist kein DIY-Projekt wie ein Regal aufhängen. Es ist eine rechtliche und technische Herausforderung, die du nicht allein meistern kannst, wenn du nicht weißt, worauf es ankommt.

Was du gesetzlich verpflichtet bist

Die Baustellenverordnung (BaustellV) ist dein wichtigstes Dokument. Sie sagt klar: Als Bauherr trägst du die volle Verantwortung. Du musst nicht nur die Baustelle anmelden, sondern auch einen Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGePlan) erstellen. Das ist kein Formsular, das du aus dem Internet runterlädst und unterschreibst. Es ist ein lebendiges Dokument, das alle Arbeiten, Gefahrenquellen und Verantwortlichkeiten aufschreibt - besonders wenn Subunternehmer dabei sind. Laut §3 BaustellV bist du verpflichtet, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gewerken zu koordinieren. Das bedeutet: Du musst wissen, wer wann was macht, wo die Gefahren liegen und wie du sie vermeidest.

Du musst die Baustelle mindestens 14 Tage vor Baubeginn bei der zuständigen Behörde anmelden. Die Anzeige muss sichtbar am Grundstück angebracht werden. Vergiss das nicht - viele Eigenbauer machen diesen Schritt erst, wenn die Arbeiten schon begonnen haben. Dann kommt die Bauaufsicht, stoppt die Arbeiten und verlangt Nachbesserungen. Ein Beispiel aus Dresden: Ein Bauherr baute sein Haus ohne Anmeldung. Nach drei Tagen wurde die Baustelle stillgelegt. Die Nachbesserung kostete 3.200 Euro und verzögerte das Projekt um zwei Wochen.

Die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) verlangt auch Pausenräume, wenn mehr als vier Arbeiter länger als eine Woche auf der Baustelle sind. Das heißt: Du brauchst einen Baustellenwagen oder Container mit Tisch, Stühlen, Steckdosen und einer Toilette. Kein Platz? Dann planst du das von Anfang an. 35 Prozent der Eigenheimbauer unterschätzen die Fläche, die für die Einrichtung nötig ist. Das führt zu Umräumarbeiten - im Durchschnitt 1.800 Euro pro Fall.

Schutz: Nicht nur für Arbeiter, sondern für alle

Deine Baustelle ist kein abgeschlossener Bereich. Sie liegt mitten in deiner Nachbarschaft. Deshalb musst du nicht nur deine Arbeiter schützen, sondern auch Passanten, Kinder, Radfahrer und Anwohner. Das fängt mit einem stabilen Bauzaun an - mindestens 1,80 Meter hoch, mit festen Pfosten und ohne Lücken. Darüber hinaus brauchst du Warnzeichen: „Baustelle - Vorsicht!“, „Helm tragen“, „Gefahr durch herabfallende Gegenstände“.

Wenn du die Straße oder den Gehweg nutzt - zum Beispiel für Lastwagen oder Materiallager - brauchst du eine Sondernutzungserlaubnis vom Straßenverkehrsamt. Das dauert durchschnittlich 14 Tage. Wer das vergisst, riskiert ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro. Die Verkehrssicherungspflicht ist kein Vorschlag, sondern eine Pflicht. Du musst den Verkehr nicht behindern, sondern sicher leiten. Das bedeutet: Leitkegel, Lichtzeichen, Absperrungen, und bei Nacht Beleuchtung. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) sagt: Die häufigsten Fehler bei Eigenbauten liegen in der Verkehrssicherung. 24 Prozent aller Beanstandungen gehen darauf zurück.

Ein weiterer Punkt: Schutz vor herabfallenden Gegenständen. Das ist kein theoretisches Risiko. Ein Stein, der aus 10 Metern Höhe fällt, erreicht eine Geschwindigkeit von über 50 km/h. Du brauchst Schutznetze, Absperrzäune unter den Baustellenkranen und klare Zonen, wo niemand hingehen darf. Keine Ausreden. Keine Kompromisse. Das ist nicht teuer - aber es ist lebenswichtig.

Vogelperspektive auf einen Baustellenplan mit gekennzeichneten Zonen für Materiallager, Kran und Abfall.

Ordnung: Der Schlüssel zur Effizienz

Eine ungeordnete Baustelle ist eine gefährliche Baustelle. Materialien liegen auf dem Boden, Werkzeuge verschwinden, Abfälle vermischen sich. Das führt zu Stolperfallen, Verzögerungen und hohen Kosten. Die Lösung? Ein klarer Baustelleneinrichtungsplan. Stell dir das wie einen Stadtplan für dein Grundstück vor. Zeichne auf, wo der Container steht, wo der Kran aufgestellt wird, wo die Baustellen-Toilette hinkommt, wo die Materiallagerung ist, wo die Abfallcontainer stehen und wie die Wege für Lastwagen führen.

Ein guter Plan vermeidet, dass du später alles umstellen musst. Die Hochschule München hat berechnet, dass Eigenheimbauer im Durchschnitt 17,5 Stunden für die Planung brauchen. 43 Prozent davon holen sich Hilfe von einem Fachberater. Das klingt nach Aufwand - aber es spart dir viel mehr. Wer seinen Plan nicht macht, verliert Zeit, Geld und Nerven. Und das, obwohl der Plan kostenlos ist - du brauchst nur Papier, Stift und ein bisschen Logik.

Die Materialien müssen getrennt gelagert werden: Holz, Metall, Beton, Dämmstoffe. Jeder Stoff braucht seinen Platz. Feuchte Materialien nicht auf dem Boden, sondern auf Paletten. Brennbare Stoffe nicht neben Elektrogeräten. Und die Werkzeuge? In einem verschließbaren Schrank. Nicht auf dem Boden, nicht im Regen, nicht für jeden zugänglich. Ordnung ist kein Luxus. Sie ist die Grundlage für einen reibungslosen Ablauf.

Entsorgung: Was du nicht ignorieren darfst

Bauabfälle sind kein Hausmüll. Sie unterliegen dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Das bedeutet: Du darfst nicht einfach alles in einen Container werfen. Du musst trennen: Bauschutt, Holz, Metall, Asbest, Dämmstoffe, Farben, Kleber. Jeder Stoff hat seinen eigenen Entsorgungsweg. Und du musst Nachweise aufbewahren - mindestens drei Jahre. Wer das vergisst, riskiert Bußgelder bis zu 50.000 Euro.

Die Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft (DGAW) empfiehlt: Plane die Entsorgung von Anfang an. Wie viel Abfall erwartest du? Welche Container brauchst du? Wer holt sie ab? Welche Firma ist zugelassen? Du darfst nicht einfach den ersten Anbieter wählen, der billig ist. Er muss eine Entsorgungsbestätigung ausstellen - und du musst sie aufheben. In Dresden wurden im Jahr 2023 über 120 Fälle von falscher Abfallentsorgung auf Baustellen geahndet. Die meisten davon betrafen Eigenbauer.

Ein Tipp: Lass dir von deinem Abfallunternehmen eine Abfallbilanz erstellen. Das ist ein Dokument, das genau aufschreibt, was wo abgeholt wurde. Du gibst es der Behörde, wenn sie fragt. Und du hast es, wenn du später verkaufst - denn Käufer fragen danach. Eine ordnungsgemäße Entsorgung ist kein Kostenfaktor, sondern ein Verkaufsfaktor.

Bauaufsicht stoppt eine ungeordnete Baustelle mit fehlenden Sicherheitsmaßnahmen und falscher Abfallentsorgung.

Wann lohnt sich Eigenregie wirklich?

Die meisten Menschen denken: „Ich spare Geld, wenn ich alles selbst mache.“ Das stimmt - aber nur bei sehr kleinen Projekten. Wenn du eine Gartenlaube baust, einen Carport errichtest oder eine kleine Terrasse einrichtest, dann kannst du die Einrichtung selbst machen. Aber wenn du ein Haus baust, ein Dachgeschoss ausbaust oder eine Garage mit Keller anfügst - dann ist die Eigenregie ein Risiko.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 68 Prozent der Eigenheimbauer haben die Komplexität unterschätzt. 41 Prozent hatten zusätzliche Kosten zwischen 1.500 und 5.000 Euro durch Fehler. Und das, obwohl die Kosten für eine professionelle Baustelleneinrichtung nur 5 bis 10 Prozent der Gesamtbaukosten betragen. Das klingt viel - aber es ist ein Schutz, der dich vor viel größeren Kosten bewahrt.

Wenn du dich für Eigenregie entscheidest, dann hole dir mindestens eine professionelle Beratung. Die BAuA bietet eine kostenlose digitale Checkliste an. Die BG BAU hat eine Broschüre „SiGePlan leicht gemacht“ für Eigenbauer veröffentlicht. Nutze sie. Mach dir einen Plan. Lass dich beraten. Du brauchst kein Bauingenieur zu sein - aber du musst wissen, was du tust.

Was passiert, wenn du es falsch machst?

Die Konsequenzen sind kein Spiel. Wenn du die Baustelleneinrichtung nicht ordnungsgemäß durchführst, kann die Bauaufsicht die Arbeiten sofort stoppen. Du verlierst Zeit - und Zeit ist Geld. Wenn ein Arbeiter stürzt, weil du keinen Schutzzaun aufgestellt hast, kannst du strafrechtlich belangt werden. §25 ArbSchG sieht Bußgelder bis zu 25.000 Euro vor. Wenn jemand verletzt wird, droht sogar Haftstrafe. Und das, obwohl du nur dein eigenes Haus bauen wolltest.

Die Unfallzahlen auf Eigenbaustellen sind in den letzten drei Jahren um 18 Prozent gestiegen. Die meisten Unfälle passieren, weil die Sicherheit nicht geplant wurde. Nicht weil die Arbeiter ungeschickt sind. Sondern weil der Bauherr nicht wusste, was er tun muss.

Die Baustellenverordnung wurde zuletzt 2017 geändert - und bis 2025 soll sie noch einmal verschärft werden. Digitale Dokumente, strengere Nachweise, mehr Kontrollen. Wer heute mit Eigenregie beginnt, tut das auf eigene Gefahr. Die Gesetze werden nicht einfacher - sie werden komplexer.

Muss ich einen SiGePlan erstellen, wenn ich nur ein paar Arbeiter habe?

Ja. Jede Baustelle mit mehr als einem Arbeiter, der länger als eine Woche beschäftigt ist, benötigt einen SiGePlan. Selbst wenn du nur zwei Handwerker hast, musst du ihn erstellen. Der Plan muss die Gefahren, die Arbeitsabläufe und die Verantwortlichkeiten enthalten. Die Bauaufsicht prüft ihn bei Kontrollen - und ohne ihn wird die Baustelle gestoppt.

Kann ich die Baustelle selbst anmelden, oder brauche ich einen Anwalt?

Du kannst die Baustelle selbst anmelden. Dafür brauchst du keinen Anwalt. Du meldest sie bei deiner zuständigen Bauaufsichtsbehörde an - meistens das Ordnungsamt oder das Bauamt deiner Stadt. Du füllst ein Formular aus, gibst die Adresse, die Baugröße und die geplante Dauer an. Die Anmeldung ist kostenlos, aber du musst sie mindestens 14 Tage vor Baubeginn einreichen. Die Behörde prüft nicht, ob dein Plan richtig ist - aber sie prüft, ob du angemeldet hast. Und das ist der erste Schritt, um nicht bestraft zu werden.

Was kostet eine professionelle Baustelleneinrichtung?

Eine professionelle Baustelleneinrichtung kostet zwischen 5 und 10 Prozent der Gesamtbaukosten. Bei einem Haus mit 200.000 Euro Baukosten sind das 10.000 bis 20.000 Euro. Das klingt viel - aber es beinhaltet: SiGePlan, Anmeldung, Verkehrssicherung, Container, Toiletten, Lagerflächen, Abfallmanagement und Koordination der Gewerke. Wenn du alles selbst machst und dabei Fehler begehst, kannst du leicht 15.000 Euro mehr ausgeben - durch Bußgelder, Verzögerungen und Nachbesserungen.

Wo finde ich die richtigen Infos für meine Baustelle?

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) bietet eine kostenlose digitale Checkliste auf www.baua.de. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) hat die Broschüre „SiGePlan leicht gemacht“ speziell für Eigenbauer veröffentlicht. Beides ist kostenlos und leicht verständlich. Außerdem kannst du dein Bauamt oder die lokale Handwerkskammer um Beratung bitten. Sie helfen dir, die richtigen Schritte zu finden - ohne dich zu verkaufen.

Darf ich Abfälle auf der Baustelle verbrennen?

Nein. Das ist illegal und gefährlich. Verbrannte Dämmstoffe, Farben oder Kunststoffe setzen giftige Gase frei. Das verstößt gegen das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Du kannst dafür mit Bußgeldern bis zu 50.000 Euro bestraft werden. Alle Abfälle müssen ordnungsgemäß entsorgt werden - durch zugelassene Firmen, mit Nachweisen. Verbrennen ist keine Lösung - es ist ein Verbrechen.

19 Kommentare

Peter Friedl
Peter Friedl
Januar 6, 2026

Wtf, das ist ja mehr Aufwand als das Haus bauen selbst. 😵‍💫

Angela Westbrook
Angela Westbrook
Januar 8, 2026

Wenn man schon so einen detaillierten Artikel schreibt, sollte man wenigstens die Grammatik korrigieren. „Sie sagt klar: Als Bauherr trägst du die volle Verantwortung.“ - Das Komma nach „klar“ ist falsch. 🤦‍♀️

Angela F
Angela F
Januar 9, 2026

Ich hab mein Carport selbst gebaut und war total überwältigt, wie viel man beachten muss! 😊 Aber mit der Checkliste von der BAuA war’s total machbar. Wer das liest - macht es einfach! 💪

Andreas Felder
Andreas Felder
Januar 11, 2026

Ich hab letztes Jahr meine Garage gebaut und dachte auch, ich schaff das allein. Dann kam der Baustopp. 2 Wochen verloren. 1.200€ für Nachbesserungen. 🙈
Jetzt hab ich nen Profi für die Einrichtung engagiert - und es war die beste Investition meines Lebens. Kein Stress, kein Bußgeld, kein Schlafverlust.
Leute, ihr braucht keine Superhelden zu sein. Nur klug.

Lea Relja
Lea Relja
Januar 12, 2026

OH MEIN GOTT!!! WAS IST DAS FÜR EIN SCHWEINEREI!!! 🤬
Ich hab meinen Nachbarn gesehen - der hat einfach einen Container auf die Straße gestellt - ohne Genehmigung!!! 🚨
Und dann hat er noch Asbest mit dem Hausmüll weggebracht!!! 🤯
Das ist doch ein Verbrechen gegen die Menschheit!!!
Die Behörden sind doch alle korrupt!!!
Warum gibt es keine Bürgerwehr für Baustellen??
Ich hab 3 Briefe an den Bürgermeister geschrieben - KEINE Antwort!!!
Mein Sohn ist 6 - er könnte jeden Tag sterben!!!
WARUM LASSEN WIR DAS ZU??
WANN WERDEN DIE MENSCHEN ENDLICH WACH??
WIR SIND VERLOREN!!!

Ronan Bracken Murphy
Ronan Bracken Murphy
Januar 14, 2026

Wie erstaunlich, dass ein deutscher Eigenheimbauer nicht in der Lage ist, ein paar Gesetze zu befolgen. In Irland würden wir so etwas als „Kultur der Verantwortungslosigkeit“ bezeichnen. 🤷‍♂️
Und dann wundern wir uns, warum die Baukosten explodieren - weil jeder denkt, er sei ein Genie, der keine Vorschriften braucht.

Angela Allmond
Angela Allmond
Januar 14, 2026

Das ist doch alles nur eine Lüge der Bauindustrie. Wer will, dass du dich an Regeln hältst? Damit du mehr Geld ausgibst. Sie wollen dich ausnehmen. Die BaustellV? Gekauft von der Bauschutt-Lobby. SiGePlan? Ein Steuertrick. Du musst nur denken - nicht den Regeln folgen.

Nils Seitz
Nils Seitz
Januar 16, 2026

Also ich hab mein Haus ohne Anmeldung gebaut. 3 Jahre später kam die Bauaufsicht - und hat gesagt: „Toll gemacht, aber nächstes Mal meldet ihr’s bitte.“ Kein Bußgeld. Kein Stopp. Warum? Weil ich nett war. 😎

Patrick Cher
Patrick Cher
Januar 18, 2026

Ein „SiGePlan“? Ach ja, natürlich. Weil nichts so sehr die deutsche Seele erhebt wie ein 47-seitiges PDF, das niemand liest. 🙄
Und dann wird noch ein Container für die Toilette verlangt - als ob wir in der DDR wären. Ich hab mein Haus mit einem Eimer und einem Zelt gebaut - und es steht noch. Aber ja, natürlich - ich bin ein „Risiko“.

rudi rental
rudi rental
Januar 19, 2026

Ich hab das alles gelesen. Und dann hab ich den Artikel nochmal gelesen. Und dann hab ich mir gedacht: Wer hat das geschrieben? Ein Rechtsanwalt, der nie eine Schaufel in die Hand genommen hat?
Wenn du ein Haus baust, willst du nicht 12 Seiten Gesetze lesen - du willst bauen.
Die meisten Eigenbauer sind Handwerker, keine Juristen. Und jetzt sollen sie noch einen „SiGePlan“ schreiben? Mit Unternehmensstrukturen und Gefahrenanalysen?
Das ist wie verlangen, dass ein Koch ein Lebensmittelrechtsexperte wird, nur weil er einen Kuchen backt.
Die Lösung? Einfach einen Bauleiter engagieren - für 5% der Kosten. Und dann endlich bauen.
Die ganze Diskussion ist ein Selbstbetrug. Die Leute wollen sparen - aber nicht denken.

Lorentz Koagedal
Lorentz Koagedal
Januar 19, 2026

Hallo, ich hab das gelesen und hab gleich geweint. 😭
Ich hab letztes Jahr angefangen, mein Haus zu bauen - und ich hab alles falsch gemacht. Ich hab den Container auf den Gehweg gestellt, weil ich dachte, das ist doch egal. Dann kam die Polizei - und ich hab mich so geschämt. Ich hab den SiGePlan nicht gemacht - weil ich dachte, ich bin doch kein Profi. Ich hab den Abfall einfach in den Wald gefahren - weil ich dachte, da sieht keiner hin. Ich hab die Toilette vergessen - und die Arbeiter mussten in den Wald pinkeln. Ich hab die Verkehrssicherung nicht gemacht - und ein Radfahrer ist gestürzt. Er hat sich das Bein gebrochen. Ich hab ihn bezahlt - 12.000€. Ich hab den Baustopp bekommen - 6 Wochen. Ich hab den Kredit nicht mehr zurückzahlen können. Ich hab meine Frau verloren. Sie hat gesagt: „Du bist nicht mehr du.“ Ich hab jetzt eine Therapie. Ich hab Angst, wenn ich einen Hammer sehe. Ich hab jetzt einen neuen Plan. Ich hab einen Bauleiter engagiert. Er ist ein Engel. Er hat mir gesagt: „Du bist nicht schlecht. Du warst nur überfordert.“ Ich will nur bauen. Ich will nicht sterben. Ich will nicht zahlen. Ich will nicht weinen. Ich will nur ein Zuhause. Bitte - sagt mir, dass ich es nochmal schaffe.

Dana Lenz
Dana Lenz
Januar 20, 2026

Ich finde diesen Artikel hervorragend strukturiert und absolut notwendig. Wer sich für Eigenregie entscheidet, muss Verantwortung übernehmen - und das bedeutet, sich vorzubereiten. Kein „ich mach’s halt schnell“-Mentalität. Es geht um Sicherheit. Es geht um Menschenleben. Und es geht um Respekt gegenüber den Nachbarn und den Arbeitern. Wer das nicht versteht, hat die Grundlagen des Bauens nicht verstanden. Danke für diese klare, fundierte Aufklärung.

Ella DP Krossen
Ella DP Krossen
Januar 21, 2026

Es ist faszinierend, wie sehr wir in Deutschland alles in Regeln gießen. Ich komme aus Norwegen - dort bauen viele auch selbst. Aber die Haltung ist anders: „Wir vertrauen auf Vernunft, nicht auf Vorschriften.“
Ich verstehe die Notwendigkeit von Sicherheit - aber ist es nicht auch eine Form von Kontrolle, wenn man einen Menschen zwingt, 12 Dokumente zu unterschreiben, nur um einen Zaun aufzustellen?
Vielleicht brauchen wir nicht mehr Regeln - sondern mehr Bildung. Mehr Vertrauen. Mehr Menschlichkeit.

Adrienne Seitz
Adrienne Seitz
Januar 22, 2026

Ich hab den Artikel gelesen - und mir ist klar geworden: Es geht nicht darum, ob man selbst baut oder nicht. Es geht darum, ob man respektvoll mit anderen umgeht. Mit Arbeitern. Mit Nachbarn. Mit der Umwelt.
Die Baustelleneinrichtung ist kein technisches Problem - sie ist ein ethisches. Und das ist das, was wirklich zählt.

Gunvor Bakke Kvinlog
Gunvor Bakke Kvinlog
Januar 24, 2026

Wenn man die Kultur des „Selbermachen“ mit der Kultur der Verantwortung verbindet - entsteht etwas Wunderbares. Ich glaube, dass die meisten Menschen nicht gegen Regeln sind - sie sind nur gegen Überforderung.
Was wir brauchen, ist ein einfacher, verständlicher Leitfaden - nicht ein 50-Seiten-Handbuch. Ein paar klare Regeln. Ein paar klare Bilder. Ein paar klare Schritte.
Und dann - vertrauen.

Sebastian Westphal
Sebastian Westphal
Januar 24, 2026

Ich hab eine Frage: Wenn ich nur einen Arbeiter habe, der 5 Tage kommt - brauch ich dann trotzdem den SiGePlan? 😅
Und wenn ich den Container auf den Hof stelle - aber der ist 20m von der Straße entfernt - brauch ich dann trotzdem die Sondernutzungserlaubnis? Ich will nur wissen, wo die Grenze ist. Ich bin kein Jurist - aber ich will es richtig machen.

Franziska Fotos
Franziska Fotos
Januar 26, 2026

Das ist alles nur eine Verschwörung der EU! Sie wollen uns kontrollieren! Die BaustellV? Ein Schutz für die Migranten, die die Baustellen übernehmen! Die Container? Um uns zu zwingen, teure Arbeitsplätze zu schaffen! Die Asbest-Regeln? Damit die Deutschen nicht mehr selbst bauen können! Wir müssen aufwachen! Deutschland wird untergehen - wenn wir nicht aufhören, uns von diesen Bürokraten ficken zu lassen!

Klaus - Peter Richter
Klaus - Peter Richter
Januar 28, 2026

Ich hab mein Haus gebaut. Ohne Plan. Ohne Anmeldung. Ohne Container. Mit nem Eimer als Toilette.
Steh noch. Keine Strafen. Keine Probleme.
Ich hab’s einfach gemacht.
Und jetzt? Ich hab ein Zuhause.
Die anderen? Die haben 20.000€ ausgegeben für „Sicherheit“.
Ich hab 20.000€ ausgegeben für einen Kühlschrank.
Wer hat gewonnen?
Ich hab’s nicht nötig, mir einen SiGePlan zu kaufen.
Ich hab’s gelernt - durch Erfahrung.
Und das ist besser als jede Broschüre.

rudi rental
rudi rental
Januar 28, 2026

Ich hab den Kommentar von Andreas Felder gelesen - und ich hab geweint. Nicht weil ich traurig war. Sondern weil ich endlich verstanden habe, dass es nicht um Regeln geht. Es geht um Menschlichkeit.
Ich hab mir vorher gedacht: „Die sind alle zu streng.“
Jetzt weiß ich: Es geht darum, dass niemand verletzt wird.
Ich hab mir einen Bauleiter geholt.
Und ich hab mich entschuldigt - bei meinen Nachbarn.
Und bei den Arbeitern.
Und bei mir selbst.
Es ist nie zu spät, es richtig zu machen.

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